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Montag, 26. März 2007, 09.01 Uhr

Kabinett-Ausstellung mit CD-Cover-Designs von Gábor Bachman und Meral Yasar

Noch bis zum 25. April werden in der Tonne phantasievolle Cover das Labels BMC Records gezeigt

Er zählt zu den derzeit berühmtesten Architektur-Denkern der Welt, zu den gefragten Visionären, zu den prägenden Künstlern einer avancierten Videofilm-Kunst und auch, gemeinsam mit seiner Frau Meral Yasar, zu den innovativen Grafikdesignern – der Ungar Gábor Bachman.

Seit mehr als fünf Jahren entwirft Gábor Bachman gemeinsam mit seiner Frau Meral Yasar CD-Cover für das exzellente ungarische Label BMC Records. Das Label stellt – neben der Edition von zeitgenössischer Musik – in einer sehr guten Klangqualität brillante Aufnahmen der Spitze ungarischer Jazzmusiker vor, wobei neben der innovativen Qualität vor allem künstlerische Eigenständigkeit und genreübergreifende Grenzüberschreitungen an der Spitze der Auswahlkriterien stehen. Eine Spezifik von BMC Records ist der künstlerische Brückenschlag von Budapest nach Paris, nicht zuletzt auch, weil wichtige ungarische Musiker aus dem BMC-Programm wie der einzigartige, grüblerische Gábor Gadó in Paris leben. Auf BMC Records begegnen sich zeitgenössischer Jazz mit Klassikern der Moderne und Elementen verschiedener Volksmusiken, und dies nicht selten – Gadós Arbeit verdeutlicht das besonders – mit philosophisch-ethischem Anspruch.

Im ergänzenden Kontrast zu den ansonsten meist zurückhaltend dezent-elegant oder auch melancholisch wirkenden Covergestaltungen solcher Labels wie ECM, between the lines oder Winter+Winter und völlig im Gegensatz zur Heerschar der ohne jede künstlerische Ambition entworfenen CD-Cover vieler Kleinlabels beziehen die Bachman-Meral-Gestaltungen ihren künstlerischen Wert aus der magisch starken Attraktivität des Visuellen, der Bilder, die fast immer regelrechte »Eye-Catcher« sind. Während Meral Yasar und Gábor Bachman am Beginn der Zusammenarbeit mit BMC Records noch auf die Wirkung eindringlicher, schwarz-weißer oder schwachfarbiger Fotos setzten, entwickelten sie bald eine auf Art-Smart basierende grelle, manchmal an Pop Art erinnernde, teils surreal wirkende Ästhetik, die in der Welt der CD-Covergestaltung überhaupt ihresgleichen sucht. Einzigartige Cover als Resultat einer auf diesem Spezialgebiet einzigartigen Kooperation – die zwischen einer Grafikerin und einem Architekten.

Die Ausstellung läuft bis zum 25. April und ist während der Tonne-Konzerte zu besichtigen.

Einen ausführlichen Text zu Gábor Bachman sowie einige CD-Cover findet man hier:

Artikel zu Gábor Bachman mit CD-Cover-Ansichten

Mathias Bäumel

Themenbereiche: Tonne-Nachrichten (76)
M. B.

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