Jazzclub Tonne

DER Jazzclub in Dresden!

Geschichte

2004

Die Mühen gehen weiter – Alltag zwischen wöchentlichen Sessions, internationalen Highlights und Picasso-Projekt

Mit wiederum etwas mehr als 100 Veranstaltungen trug unser Jazzclub entscheidend zum Kulturangebot der sächsischen Landeshauptstadt und darüber hinaus bei.

Im Rahmen der Französischen und der Italienischen Jazzwochenenden traten einmal mehr führende Musiker dieser Länder in der »Tonne« auf; der Verein engagierte sich zudem besonders für den jazzmusikalischen Brückenschlag in das tschechische Nachbarland durch die Beteiligung an den Tschechischen Kulturtagen, durch eine eigene Konzertreihe »JazzCZ« und – bereits zum zweiten Mal – als Mitveranstalter des Internationalen Festivals Boskovice (Mähren).

Im Rahmen einer Reihe traten wiederum US-amerikanische Spitzenmusiker in der »Tonne« auf.

Des weiteren präsentierten in diesem Zeitraum Musiker aus Portugal, Australien, Japan, Schottland, Polen, Slowenien, Serbien, Ungarn, Österreich, Schweden, der Schweiz, Finnland und Norwegen hier ihre Kunst.

Das Jubiläumskonzert der von Günter Baby Sommer geleiteten italienischen Band C. R. A. M. S. Percussion Staff am 5. November 2004 war ein besonderer Höhepunkt.

Die Reihe »JazzDD« präsentierte mit monatlich mindestens einem Konzert den Stand der Dresdner Jazzentwicklung. Natürlich ist der Jazzclub Neue Tonne nicht der einzige Auftrittsort für Dresdner Jazzmusiker, aber er ist die Heimstatt für neue Projekte und die Location, in der man regelmäßig die größte Bandbreite des Dresdner Modern Jazz verfolgen kann.

Ein Höhepunkt dabei war 2004 das Mini-Festival »Übergriffe und Anschläge« zum 25-jährigen Bühnenjubiläum des Dresdner Musikers Dietmar Diesner. Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit der Musikhochschule fanden – mittlerweile wöchentlich – programmatisch gestaltete Jam Sessions sowie einmal monatlich die Vocal Night statt.

Zusätzlich stellte der Jazzclub in einer eigenen Reihe die Berliner Szene des zeitgenössischen Jazz vor, da sich dort gegenwärtig die deutschlandweit interessantesten Entwicklungen abzeichnen. Wer regelmäßig den Jazzclub Neue Tonne besucht hat, weiß also auch, wie der Puls des neuen Jazz in Dresden, in Deutschlands Jazzhauptstadt Berlin und – zumindest in Ansätzen – in den USA schlägt.

Mit dem Projekt »Picasso – Klang und Raum« (Künstlerische Leitung: Michael Schulz) erreichte der Jazzclub die bis dahin größte Öffentlichkeitswirkung. Diese selbst produzierte Performance fand im Rahmen der Dresdner Museumssommernacht am 10. Juli 2004 in der ALTANA-Galerie der Universitätssammlungen Kunst + Technik an der TU Dresden statt und erreichte mehrere Tausend Besucher. Die Performance wurde aufgeführt von Studenten verschiedener künstlerischer Hochschulen Dresdens, Musikern der TU-Bigband, des Universitäts-Chores, weiteren engagierten Laienmusikern sowie professionellen Musikern und Schauspielern; sie sprengte die üblichen Jazzgrenzen. Und sie sprengte auch das bisher in Dresden diesbezüglich Dagewesene: Die Dresdner erlebten nämlich eine Premiere – erstmals überhaupt hatten sich Künstler aus so vielen verschiedenen Institutionen für ein solch komplexes Projekt zusammengefunden!

Unserem Jazzclub gelang es 2004 endlich, Viktor Slezák als Geschäftsführer ab Juli voll zu beschäftigen.

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